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15 Jahre INES

Nicht nur stabil, sondern auch glücklich."

 

So lautete der Satz einer ehemaligen Bewohnerin der Wohngruppe INES in einer bewegenden Erzählung, was sich für sie seit ihrem Aufenthalt in der Wohngruppe verändert hat. 

Am 1. April 2008 öffnete die Wohngruppe INES ihre Türen, um Mädchen mit Essstörungen Unterstützung und Begleitung auf dem Weg aus der Erkrankung zu bieten. Das sind 15 Jahre in denen das team in INES Mädchen und junge Frauen auf ihrem Weg zurück in ein normales, freies Leben begleitet. 

Aus diesem Grund feierten wir mit über 100 Gästen in unserem Garten, darunter ehemalige Bewohnerinnen, Eltern, Mitarbeitende aber auch Wegbegleiter*innen aus der KJP Regensburg und Vertreter*innen der psychosomatischen Klinik in Weiden. 

Es gab ein abwechslungsreich gestaltetes Programm, ein Kuchenbuffet und einen gemeinsamen Tanz, der von allen Gästen mitgetanzt wurde.

Besonders berührend waren die Stimmen der ehemaligen Mädchen und deren Eltern, die erzählten, wie sie ihre Zeit in INES erlebten. Und warum eine Wohngruppe geschafft hat, was in der Klinik kaum möglich ist. Viele der Mädchen, die in INES einziehen, haben bereits einige Klinikaufenthalte hinter sich, Therapien, etc. 

Für die Eltern von Antonia war es eine Erlösung, endlich einen Platz für ihre Tochter zu bekommen. Sie leben in Stuttgart und waren verzweifelt über die Krankheit ihrer Tochter. Besonders heilsam fanden sie die Ruhe, die den Mädchen gewährt wird. Jede darf in ihrem Tempo gesunden und heilen. 

„Unserer Tochter wurde die Zeit gegeben, genug Kraft aufzubauen, um die Krankheit zu meistern. Das war für uns die Bestätigung, dass es die richtige Entscheidung war, sie hierher zu bringen.“

Die Mutter von Julia steht stolz neben ihrer Tochter, während sie erzählt, dass INES auch die Familien der Mädchen mitbetreut. Auch etwas, das sie in der Intensität aus den vorherigen Klinikaufenthalten ihrer Tochter nicht kannte. Und auch Julia berichtet, dass das größte Hindernis in der Klinik die fehlende Zeit für die Behandlung ist. Sie war 2,5 Jahre in INES und fühlt sich heute eben nicht nur stabil, sondern auch glücklich. 

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